EEG-Marktscreening - Neuauflage 2018
Erneuerbare Energien - unbegrenzt erfolgreich ?

Es lohnt sich, in regenerative Energien zu investieren - sie sind die Zukunft.



Interviewpartner:

Holger Kohake (links im Bild),                                                               
Geschäftsführer Süwag Vertrieb AG & Co. KG                         

Axel Menze (rechts im Bild),
Geschäftsführer Süwag Grüne Energien und Wasser GmbH


G.A.M.E.: Wie kann man die Akzeptanz hinsichtlich der Erneuerbaren Energien erhöhen?

Holger Kohake: Zum einen ist es wichtig die Bürger einzubeziehen und zu informieren. Eine Projektplanung, die Anliegen der Bürger berücksichtigt sowie eine Bürgerbeteiligung vorsieht, erhöht die lokale Akzeptanz. Weiterhin kommt den Kommunen eine zentrale Rolle zu. Spüren die Bürger die aktive Rolle der Kommune im Planungs- und Entwicklungsprozess, ist das Verständnis größer. Mit unserer Unternehmensstrategie „grüner und kommunaler“ verfolgen wir das Ziel, die Energiewende aktiv mit Partnern vor Ort zu gestalten.

Axel Menze: So sind zum Beispiel kleine Anlagen wie Blockheizkraftwerke und QuartierKraftwerk-Lösungen geeignete Projekte. Schließlich beginnt die Energiewende auch im Kleinen. Im Gegensatz zu Großkraftwerken sind kleinerer Anlagen flexibler steuerbar und stoßen auf eine höhere Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung. Im Rahmen einer strombedarfsgerechten Steuerung intelligenter Netze können Blockheizkraftwerke einen erheblichen Beitrag zu einer effizienten, klimaschonenden Energieversorgung leisten.

G.A.M.E.: Wie sehen Sie den zukünftigen Einsatz Erneuerbarer Energien?

Axel Menze: Unsere Zukunft liegt in den Erneuerbaren Energien inklusive den Speichertechnologien. Gerade für Kommunen, Stadtwerke, aber auch für Privatpersonen lohnt es sich in regenerative Energie – und somit in die Zukunft – zu investieren. Hier zählen neben ökonomischen Aspekten vor allem Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit. Wichtig für den Ausbau der Erneuerbaren Energien sind in Zukunft jedoch für alle Akteure vor allem klare Strukturen und eine nicht zu komplizierte Gesetzgebung.

G.A.M.E.: Welche Trends sind derzeit im Markt erkennbar?

Holger Kohake: Es reicht heute nicht mehr ein reiner Energielieferant zu sein. Gefragt sind energienahe Dienstleistungen – von der Planung, Umsetzung, Abrechnung bis hin zum Monitoring oder auch Energieaudits für Unternehmen. Besonders die intelligente Steuerung spielt eine große Rolle. Für die Süwag ist es besonders wichtig, den Kunden im Blick zu haben und herauszufinden, was er wirklich braucht. Viele Privathaushalte, Firmen, aber auch ganze Wohnsiedlungen wünschen zunehmend eine großmögliche autarke, dezentrale Stromversorgung.           

Axel Menze: Ein passendes Beispiel aus Kelsterbach, südwestlich von Frankfurt am Main: Hier steht heute solch ein dezentrales Energieerzeugungsprojekt, ein „QuartierKraftwerk“ der Süwag Grüne Energien und Wasser GmbH. Die Energieversorgung der Bewohner der 180 Reihenhäuser ist weitestgehend unabhängig vom öffentlichen Versorgungsnetz – also nahezu energieautark. Das Grundprinzip dieser QuartierKraftwerke ist aber überall realisierbar und wird bereits an 19 anderen Standorten umgesetzt.   

G.A.M.E.: Vielen Dank für das Interview, Herr Kohake und Hr. Menze.


Mehr Informationen zur Süwag unter

www.suewag.de