EEG-Marktscreening - Neuauflage 2018
Erneuerbare Energien - unbegrenzt erfolgreich ?

Weniger ist mehr - warum Investoren selbst bei weniger Rendite mehr Kapital in Erneuerbare Energien investieren

Institutionelle Investoren erhöhen den Anteil an Investments in Erneuerbare Energien weiter - trotz fallender Renditeaussicht.

Seit dem 10. März 2016 ist die Null-Zins-Politik im Geltungsbereich der Europäischen Zentralbank Realität. Für Investoren stellt sich vor diesem Hintergrund die Frage, wie sie in Zukunft mit Kapitalinvestments Gewinne erzielen können. Ein wichtiger Aspekt bei der Suche nach attraktiven Geschäftsmöglichkeiten ist und bleibt die Rendite.  Das ist im Markt der Erneuerbaren Energien nicht anders. In der Boom-Phase der Erneuerbaren in Europa war diese Berechnung mit den staatlich garantierten Einspeisevergütungen noch relativ simpel: Die Einspeisevergütung multipliziert mit der lokalen Sonnenschein- bzw. Windkraftprognose ergab das voraussichtliche Umsatzpotenzial und stellte ein attraktives - weil hochsubventioniertes Geschäftsmodell dar.

Mit dem Abschmelzen der Vergütung für Strom aus Windkraft, Photovoltaik und Biogas sowie verschärften Markteintrittsbedingungen und geänderten Kostenstrukturen verändern sich die Rahmenbedingungen deutlich. Investitionen in grüne Energie werden also risikoreicher. Auf diese neue Situation müssen sich die Marktteilnehmer einstellen. Denn so verlockend niedrige Zinsen für ein Investment auch sein mögen, die Risiken steigen. Mehr noch: Billiges Geld fördert gegebenenfalls selbst abenteuerliche Investitionsentscheidungen. Der Grundsatz der Betriebswirtschaft, dass ein Zins auch das Risiko (mit-) abdeckt, wird zunehmend in Frage gestellt.

Damit entsteht eine impulsive Gemengelage. Einerseits werden die Märkte mit kostenlosem Geld geflutet. Finanzinvestoren suchen händeringend nach (möglichst hoch) verzinslichen Investments. Andererseits steigt das Risiko der Investitionen in grüne Energie durch immer geringere Fixvergütung und Risikoverlagerung auf den Betreiber der Erzeugungsanlage. Denn neben dem Vermarktungsrisiko treffen den Betreiber auch zunehmend das Thema Netzstabilität und damit einhergehende Eingriffe in den Betrieb der Anlage durch den Netzbetreiber.  

Wie reagiert die Finanzindustrie als klassischer Fremdkapitalgeber auf diese neue Situation? Wird weiter in nachhaltige, saubere Energieerzeugung investiert und wenn ja, welche Erzeugungsart steht dabei im Fokus? Wie hoch fallen die durchschnittlichen Investitionen aus und wie unterscheiden sich die geplanten neuen Geldanlagen der Höhe nach von den bisherigen Einsätzen? Erfahren Sie in den nachfolgenden Analysen mehr darüber, was die befragten Akteure der Branche planen und welche Einschätzung der Zukunft sie teilen. 

Kurze Charakterisierung der befragten Teilnehmer

Im Zeitraum zwischen November 2015 und Januar 2016 wurden insgesamt 50 Finanzinstitute mit Investmenttätigkeit im Markt der Erneuerbaren Energien angefragt, sich am EEG-Marktscreening 2015/2016 zu beteiligen. Als Ergebnis konnten Interviews mit 15 der angesprochenen Finanzinstitute geführt werden. Die Interviews wurden entweder telefongestützt oder schriftlich mittels Fragebogen  durchgeführt. 


Exklusive Einblicke in die Studienergebnisse

Beleuchtung des Status Quo (bisherige Investments)

Die befragten Unternehmen gaben bzgl. des bisher getätigten Investitionsvolumens verschiedene Größenklassen in Euro an. Mit 9 Unternehmen investierte bzw. finanzierte der Großteil der Befragungsteilnehmer bereits mehr als 200 Millionen Euro in Erneuerbare Energien. Mit jeweils einer Nennung gaben die Finanzieren an, bisher entweder bis zu 10 Millionen, bis zu 50 Millionen, bis zu 100 Millionen oder bis zu 200 Millionen Euro im Bereich der Erneuerbaren Energien finanziert bzw. investiert zu haben. Ein weiteres Unternehmen gab an, bisher keine Investitionen bzw. Finanzierungen im Bereich der Erneuerbaren Energien getätigt zu haben bzw. ein Unternehmen machte keine Angabe zur bisherigen Investitions- bzw. Finanzierungshöhe in Erneuerbare Energien.


Hohe Renditeerwartungen prägen das Investitionsverhalten

Wahre Wunder werden im Bereich der Rendite erwartet. So gaben die Mehrheit der antwortgebenden Unternehmen an, dass ihre Renditeerwartung mehr als fünf Prozent beträgt.
Dies ist umso erstaunlicher, als dass im aktuellen Null- bis Niedrigzinsumfeld eine große Anzahl an Investoren auf der Suche nach Rendite die Preise für Vermögenswerte in die Höhe treiben können. Höhere Einstiegspreise aber wirken dämpfend auf die realisierbaren Erträge. Es bleibt also fraglich, ob die tatsächlich erzielbare Rendite einerseits im erhofften Niveau liegen kann und damit alle Voraussetzungen für eine angemessene Absicherung der langfristigen Risiken in Verbindung mit dem eingegangenen Investment bietet.  


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