EEG-Marktscreening - Neuauflage 2018
Erneuerbare Energien - unbegrenzt erfolgreich ?

Direktvermarkter blicken verhalten positiv in die Zukunft

Die Novellierung der Erneuerbaren Energie Gesetze im EEG 2014 zielte auf die stärkere Marktintegration der Erneuerbarer Energien ab. Insbesondere die verpflichtende Direktvermarktung des erzeugten Solarstroms ab einer elektrischen Leistung von 500kW nahm dabei eine zentrale Rolle ein. Stromerzeuger aus Erneuerbaren Energien wurden damit stärker in die Marktverantwortung gezogen und sollten dafür von Zusatzerlösen profitieren. Ein Fest für Direktvermarkter könnte man meinen. Doch wie haben die Dienstleister von der verpflichtenden Direktvermarktung profitiert?
  
Spricht man mit den Vertriebsverantwortlichen bei Direktvermarktern, so hört man häufig von einem teils ruinösen Preiskampf. Als Folge müssen manche Marktteilnehmer ihr Geschäftsmodell überdenken. Ein prominentes Beispiel ist die Übernahme der Direktvermarktungsaktivitäten der Berliner Grundgrün GmbH durch die EnBW im Februar 2016. Bei den 13 befragten Direktvermarktern des EEG-Marktscreenings 2015 lässt sich hingegen gedämpfter Optimismus herauslesen. So meint die einfache Mehrheit von 62% der Interviewteilnehmer, dass sich die Veränderungen seit Novellierung des EEG 2014 weder besonders positiv noch besonders negativ auf ihr Unternehmen ausgewirkt haben. Zeitgleich geht die Mehrheit von einer weiteren Marktkonsolidierung auf gleichbleibend niedrigen Preis- und Margenniveau aus. Darauf reagiert nur ein Teil der Akteure mit neuen Dienstleistungen. So gaben einige der befragten Entscheider an, sich zukünftig auch im Bereich Direktvermarktung von Strom aus Biogas-KWK kümmern zu wollen oder den Einstieg in das Photovoltaik-Geschäft zu planen.

Befragt nach der Erwartung für die Zukunft herrscht übrigens fast paritätische Uneinigkeit: Während die eine Hälfte davon ausgeht, dass sich die wirtschaftliche Situation verbessern wird, glaubt der Rest nicht daran und blickt ohne positive Erwartung von Verbesserungen in die Zukunft. Auch das mag für einen verhaltenen Zweckoptimismus sprechen, denn 77% der befragten Direktvermarkter haben ihre derzeitige wirtschaftliche Situation mit den Schulnoten sehr gut bis befriedigend eingeschätzt. Und mehr als die Hälfte dieser Unternehmen gab sich sogar ein sehr gut oder gut.

Kurze Charakterisierung der befragten Direktvermarkter
Im Dezember 2015 wurden insgesamt 36 Direktvermarkter bezüglich einer Teilnahme am EEG-Marktscreening 2015 angefragt. Von diesen 36 Unternehmen nahmen 13 teil und beantworteten den Fragebogen entweder direkt innerhalb einer telefonischen Befragung oder schriftlich. 


Wir gewähren Ihnen ab hier einen kleinen exklusiven Einblick in das Kapitel der Vermarkter.

Profil der Interviewpartner

Hinsichtlich des Produktportfolios der befragten Direktvermarkter teilte mit 31 Prozent der Großteil mit, sowohl die Energieträger Wind, Photovoltaik und Biogas-KWK als auch Wasser zu besitzen. Jeweils 23 Prozent gab an Wind, Photovoltaik sowie Biogas-KWK beziehungsweise Wind und Photovoltaik in Ihrem Portfolio zu haben. Mit 15 Prozent sind die Unternehmen, die Angaben Photovoltaik und Biogas-KWK aufzuweisen auf Rang vier, während mit einem Anteil von acht Prozent die wenigsten der befragten Direktvermarkter mitteilten über Wind und Biogas-KWK in Ihrem Produktportfolio zu verfügen. 

Ein Kessel Buntes – so unterschiedlich positionieren sich die Direktvermarkter

Eines ist sicher: Das Umfeld für die Direktvermarkter von Strom aus Erneuerbaren Erzeugungsanlagen wird sich weiter verändern. Wir haben die Teilnehmer an der Studie abschließend befragt, wie sie sich heute positionieren und welche Veränderungen sie strategisch anstreben. Beginnen wir mit der Grundsatzfrage, wo die Unternehmen noch Wachstumschancen sehen. Hier speziell bei Erzeugungsarten, die bisher nicht bedient werden. Die Frage konnte naturgemäß mit Mehrfachnennung beantwortet werden. Von den insgesamt 35 Nennungen entfiel 29% auf Photovoltaik dicht gefolgt von der Vermarktung von Strom aus Biogas-KWK mit 26% sowie Wind-Onshore mit 23%. Den Markt für Wind-Offshore geben nur 14% der Antworten als Wachstumschance an.  


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